14.08.16 Drei, zwei, eins…

meins?

Ja, was bekomme ich eigentlich in drei Tagen wieder

  • meine Gesundheit?
  • mein altes Leben?
  • meinen Alltag?
  • meine Fitness?
  • das alleinige Wohnrecht in meinem Körper?

Irgendwie fiebert man seit über drei Monaten auf diesen Moment hin, und wenn er dann vor einem steht, weiß man gar nicht so recht etwas damit anzufangen.

In drei Tagen ist also meine Brustkrebs Therapie erst mal beendet (bis auf die Antihormontherapie, die mich ja noch mindestens fünf Jahre begleiten wird).

Aber bin ich dann offiziell sofort und gleich wieder gesund? Zumindest die Nebenwirkungen der Strahlentherapie halten unter Umständen noch ein paar Wochen an.

Bekomme ich mein altes Leben wieder zurück? Eher nein, denn natürlich verändert einen der Krebs in irgendeiner Form im Denken und Handeln.

Am liebsten würde ich ab Mittwoch wieder in den vollen Alltag hinein hüpfen, und weiß doch, dass da noch ein ganzes Stück Arbeit auf mich wartet bis ich wieder die gewohnten 150% geben kann.

Fit zu sein, war und ist auch heute noch mein Lebenselixier. Aber jetzt nur keine falschen Hoffnungen, drei Monate ausschließlich dezente Bewegungstherapie müssen erst mal kompensiert werden.

Ist mein Mitbewohner dann ab Mittwoch für immer ausgezogen, oder hat er sich nur in eine allerletzte Ecke meines Körpers zurückgezogen?

Ihr spürt das große ❓in mir.

Er bleibt spannend und unvorhersehbar, dieser Moment.

 

 

 

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