10.06.16 Pest oder Cholera

 

Was mach ich nun?

Mir wurde neben der Strahlentherapie auch eine Antihormontherapie empfohlen.thumb_70
Die hat natürlich weniger Nebenwirkungen wie eine Chemotherapie. Dafür steigt die Gefahr von Thrombosen (häufig bilden sich Blutgerinnsel…) und der Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs. Und auch der graue Star wird durch die Therapie begünstigt. 

  • Macht man keine Antihormontherapie gibt es ein erhöhtes Risiko wieder an Brustkrebs und andere Tumoren die hormonpositiv sind zu erkranken.
  • Macht man eine Antihormontherapie wird diese Gefahr erheblich vermindert, da das Wachstum von Krebszellen nicht mehr zum Wachstum stimuliert werden.

Die Mediziner halten das Risiko des Gebärmutterkörperkrebs für besser kontrollierbar, mit dem Nachteil, dass die Patientinnen mehrere operative Eingriffe in Kauf nehmen müssen um Vorstufen des Krebses, die während der Antihormontherapie entstehen, zu entfernen. Das bedeutet wiederum noch mehr Kontrolluntersuchungen um diese frühzeitig zu erkennen und die Belastung einer jeden Operation.

Ich habe auf jeden Fall das Rezept für das Tamoxifen (ein Antiöstrogen) noch nicht eingelöst. Das will ich mir noch mal in Ruhe überlegen.

Die Strahlentherapie hat zwar auch den Effekt, dass es in späteren Jahren zu Zweitgeschwülsten (einschließlich Leukämie) kommen kann.  Da ist das Risiko eines Rezidivs (Wiederkehr des Tumors) aber viel höher, weil nicht auszuschließen ist dass noch einzelne Krebszellen in der Tumorhöhle vorhanden sind. Und die werden durch die Bestrahlung zerstört.

Es hat mich heute geärgert, dass ich gebeten wurde Unterlagen die ich gar nicht gelesen und erklärt bekommen habe, einfach zu unterschreiben. Da bin ich doch sofort wieder bockig geworden.

Damit kommen manche Ärzte echt nicht so gut zurecht. Angehende Mediziner sollten darauf vorbereitet werden mit mündigen Patienten immer das Gespräch zu suchen. Das kostet Zeit, ist aber für jeden Patienten so wichtig. Ich möchte nicht wissen, wie viele Patienten einfach so was unterschreiben weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

P.S. Habe die Erklärung in einem Fall erhalten und war dann auch gerne bereit die Einwilligung zu der Therapie zu unterschreiben. Im zweiten Fall habe ich mir die Unterschrift aber noch vorbehalten.

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